
Eine Configuration Management Database (CMDB) ist das zentrale Verzeichnis Ihrer IT. Sie enthält die Konfigurationselemente (Configuration Items, kurz CIs) wie Server, Clients, Software, Lizenzen und Cloud-Ressourcen und zeigt, wie sie zusammenhängen. Ihren Wert entfaltet sie aber nur, wenn die Daten stimmen. Genau daran scheitern viele CMDBs.
Warum veraltet eine CMDB so schnell?
Die Daten einer CMDB entstehen nicht in der CMDB, sondern in vielen anderen Systemen:
- Verzeichnisdienste wie Microsoft Entra ID kennen Benutzer:innen und Geräte.
- Endpoint-Management wie Microsoft Intune oder baramundi kennt installierte Hard- und Software.
- Netzwerk-Monitoring wie Observium kennt Switches, Router und Firewalls und sieht, was tatsächlich im Netz hängt.
- Virtualisierung und Cloud-Plattformen wissen, welche Server und Ressourcen gerade laufen.
- Backup und Sicherheitslösungen zeigen, was gesichert und geschützt ist und wo Schwachstellen offen sind.
- ERP und Einkauf kennen Verträge, Lizenzen und Anschaffungen.
- HR-Systeme wissen, wer neu dazukommt und wer das Unternehmen verlässt.
- Hersteller nennen zu jeder Seriennummer das Garantieende.
Wer diese Informationen von Hand überträgt, kommt nicht hinterher. Jede Abweichung kostet Vertrauen, und eine CMDB, der niemand vertraut, wird nicht mehr genutzt.
Welche Daten gehören in die CMDB?
Nicht alles, was sich technisch erfassen lässt. Am Anfang steht die Frage, welche Prozesse die CMDB unterstützen soll: Incident- und Change-Management brauchen die Abhängigkeiten zwischen Systemen, das Lizenzmanagement braucht Verträge und Installationen, die Informationssicherheit ein vollständiges Asset-Inventar. Daraus ergeben sich das Datenmodell und die Festlegung, welches System für welches Attribut die führende Quelle ist.
Wie funktioniert die automatische Pflege?
Eine Integrationsplattform wie Frends übernimmt den laufenden Abgleich:
- Daten abholen: Frends-Agenten lesen die Quellsysteme dort aus, wo sie laufen: on-premises, hybrid oder in der Cloud.
- Zusammenführen: Datensätze aus verschiedenen Quellen werden demselben CI zugeordnet, etwa über Seriennummer oder Hostname.
- Abgleichen: Dubletten werden aufgelöst, Werte vereinheitlicht und Widersprüche nach festen Regeln entschieden.
- Verknüpfen und schreiben: CIs und ihre Beziehungen landen im Zielsystem, zeitgesteuert oder ereignisbasiert.
So bleibt die CMDB aktuell, ohne dass jemand Tabellen pflegt.
Was zeigt der Abgleich mehrerer Quellen?
Wer Quellen zusammenführt, sieht auch, was keiner einzelnen auffällt:
- Geräte, die im Netz auftauchen, aber in keinem Endpoint-Management stehen
- Server ohne aktuelles Backup
- Geräte ohne Virenschutz oder mit offenen Schwachstellen
- Konten, Lizenzen und Geräte von Mitarbeiter:innen, die das Unternehmen verlassen haben
So wird aus dem Inventar eine Liste konkreter Aufgaben.
Jira Assets oder ein anderes System?
Jira Service Management Assets liegt nahe, wenn Ihr Service Desk bereits in Jira läuft. Der Ansatz hängt aber nicht am Zielsystem: Frends schreibt die Daten ebenso in andere CMDB- und ITSM-Lösungen.
Was bringt das für ISO 27001 und NIS2?
ISO/IEC 27001:2022 verlangt ein Inventar der Informationen und zugehörigen Werte (Anhang A, Control 5.9). Auch die NIS2-Richtlinie nennt das Asset-Management ausdrücklich unter den Maßnahmen zum Risikomanagement. Eine automatisch gepflegte CMDB liefert dieses Inventar laufend aktuell statt einmal im Jahr kurz vor dem Audit. Die Abweichungslisten aus dem Abgleich zeigen außerdem, wo Maßnahmen fehlen, etwa beim Backup, das NIS2 ebenfalls ausdrücklich nennt.
So starten Sie
- Prozesse und Fragen festlegen, die die CMDB beantworten soll.
- Quellsysteme bestimmen und je Attribut die führende Quelle festlegen.
- Mit wenigen Quellen beginnen, die Abgleichregeln schärfen und dann ausbauen.
Wir begleiten Sie dabei von der Beratung bis zum Betrieb. Mehr dazu unter CMDB & Datenintegration.
Häufige Fragen
Brauchen wir dafür Jira Assets? Nein. Wir befüllen die CMDB, die Sie einsetzen oder einsetzen möchten, ob Jira Service Management Assets oder eine andere Lösung.
Wie aktuell sind die Daten? Die Synchronisation läuft zeitgesteuert oder ereignisbasiert, je nachdem, was die Quellsysteme anbieten.
Müssen die Daten dafür in die Cloud? Nicht zwingend. Die Frends-Agenten laufen dort, wo Ihre Systeme sind, auch on-premises in Ihrem Netzwerk.









